©flickr/ Sheila

BookCrossing

Auch wenn sie im Bücherregal wunderschön aussehen: Bücher lesen und dann freilassen!

Wer jemals ein altes Buch auf dem Flohmarkt oder im Antiquariat gekauft hat, der hat sich1.469.819 BookCrosser und 11.075.302 Bücher, die durch 132 Länder reisen. bestimmt schon mal gefragt, woher das Buch kommt oder wer es zuvor wohl alles schon gelesen hat, welche Geschichte das Buch zu erzählen hätte, wenn es denn könnte.

BookCrossing ermöglicht genau das. Ein Buch, das man gelesen hat und nicht mehr braucht, wird mit einem Aufkleber versehen, auf dem man eine BookCrossing­ID einträgt und „freigelassen“­ also an einen öffentlichen Ort gelegt und hoffentlich von jemand anderem mitgenommen. Derjenige und alle, die sich die BookCrossingID notiert haben, können nun nachverfolgen, welche Wege das Buch bisher genommen hat, vorausgesetzt der nächste Finder registriert sich auf der Plattform und trägt die ID und den Fundort ein. Hat man das Buch gelesen, muss man einfach dem Willen des Buches („READ an RELEASE me!“) Folge leisten und es wieder freilassen.

Es sind wohl weniger ökonomische Faktoren, die das seit 2001 existierende Projekt so erfolgreich machen, als vielmehr diese kleinen „Meta­Geschichten“, die ein Buch erzählen kann, das etwa im Rucksack eines Backpackers um die halbe Welt gereist ist. Neben zahlreichen gewonnenen Preisen für das Projekt fand das Wort „bookcrossing“ 2004 Einzug ins Oxford Dictionary, das Projekt expandierte weiter und bald entstanden in vielen Städten weltweit BookCrossing­-Hotspots oder offizielle, teils staatlich gestützte BookCrossing Zones. Laut der Plattform gibt es „aktuell 1.469.819 BookCrosser und 11.075.302 Bücher, die durch 132 Länder reisen.“ (Stand: September 2015)

http://www.bookcrossing.com/