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CDI

In einem brasilianischen Tech-Center lernen Bürger die gute Seite des Internet zu nutzen.

Die Idee für CDI – das Zentrum für digitale Inklusion – hatte Gründer Rodrigo Baggio im Traum, so erzählt er. Er war damals 23 Jahre alt und hatte gerade erfolgreich seine erste eigene Tech-Firma aufgebaut. Er wollte im von Armut und Gewalt gespaltenen Rio de Janeiro etwas verändern und hat so 1995 in der Favela Santa Marta das erste mit öffentlich zugänglichen Computern ausgestattete Tech Center aufgebaut.

Die Computer wurden von großen Technologiefirmen gespendet und die Nutzer zahlten entweder eine kleine Gebühr oder erhalten ebenfalls eine Spende. So trugen sich die Orte, an denen die Favela-Bewohner von Word über Surfen alles lernen und ausprobieren können, selbst. Schon im ersten Jahr von CDI entstanden sieben weitere Tech-Center verteilt in Rios Favelas. Mittlerweile hat die Organisation mit ihrem Offline-Bildungsprogramm über 1,5 Millionen Menschen erreicht. Allein in Rio de Janeiro und Sao Paulo arbeiten über 50 Leute bei CDI. Weltweit gibt es weitere 23 regionale Büros (Stand: 2015).

Da heute der Zugang zum Internet auch in den Favelas über eigene Smartphones erfolgt, ändert CDI gerade seine Strategie an und nutzt die Tech Center vor allem zur Ausbildung von jungen engagierten Menschen, die mit neuen Technologien ihre Nachbarschaften verbessern wollen. Statt Word und Explorer lernen sie heute, wie man soziale Netzwerke nutzt, um für eigene Anliegen zu mobilisieren, oder wie man digitale Karten einbindet, um Probleme vor der Haustür zu dokumentieren.

Diesen Case haben wir auf unserer Forschungsreise Lab around the world entdeckt.

cdi.org

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