©flickr / Jens-Olaf Walter

Earthday Money

Geld bekommen für freiwilliges Engagement? "r" ist eine Währung in Tokio, die Freiwillige, soziale Projekte und Geschäfte erfolgreich zusammenbringt.

Mit dem Earthday Money macht das Ehrenamt mehr Spaß. Aber: Geld und freiwilliges Engagement, wie passt das zusammen? Nun ja, richtiges Geld ist "r", wie die Währung heißt, nicht. In Shibuya, einem Stadtteil im Zentrum Tokios, bekommt man um die 150 "r" für jede Stunde Arbeit, die man bei einem der über 30 teilnehmenden Projekte leistet. Egal ob man die Nachbarschaft mit Blumenbeeten verschönert, im Altenheim vorliest oder im Museum staub wischt: Als Belohnung gib't kleine Zettel mit QR-Codes drauf, die man scannt, um die "r" seinem Konto hinzuzufügen.

In einem teilnehmenden Shop kann man sich dafür ein Eis kaufen, das Hemd reinigen lassen oder andere Dinge kaufen. Dazu guckt der Verkäufer lediglich auf das Display des Handys, um zu die Bestätigungsseite sehen, also dass man die "r" an den Shop gesendet hat.

Soziale Projekte, Freiwillige und Läden – alle profitieren von "r". Eine flexible Belohnung motiviert, sich freiwillig zu engagieren. Soziale Projekte bekommen mehr Unterstützer. Und Läden können ihre CSR direkt am Kunden "ausleben" und profitieren von einer attraktiven Nachbarschaft.

"Die Forschung zeigt, dass die meisten Menschen freiwilliges Engagement scheuen, weil sie sich nicht lange binden wollen", sagt Ikuma Saga, der Gründer von "r". "Mit dem Earthday Money Konzept bleiben Sie flexibel." Und so haben sich mittlerweile 5000 Menschen auf earthdaymoney.org registriert.

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