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Europeana

Ein ehrgeiziges Projekt der EU, das die Schätze aller europäischen Kulturinstitutionen digital zur Verfügung stellt.

Die Idee einer digitalen, zentralen Datenbank in Europa entstand bereits 1997. Nach einigen Vorgängerversionen konnte die Beta-Version der Europeana mit finanzieller Förderung der EU-Kommission am 20. November 2008 online gehen. Bis dahin waren bereits 4,5 Millionen Objekte digitalisiert (Juni 2015: 40 Millionen) und 1.000 Institutionen aus Europa beteiligt.

Wie groß das Interesse an einer umfassenden, europäischen Wissens-Datenbank gewesen war, zeigte sich bereits weniger Stunden, nachdem die Seite online ging: Aufgrund 10 Millionen Seitenaufrufen pro Stunde liefen die Server heiß und ein Upgrade musste her. Erst einen Monat später ging die neue Seite online und im Frühjahr 2015 dann die offizielle Seite europeana.eu. 

Insbesondere für Kultur-Wissenschaftler ist der Wert dieser Seite unschätzbar: Benötigt man für seine Arbeit ein seltenes oder sehr altes Buch, das in der eigenen Bibliothek gerade nicht zur Verfügung, so sind die Chancen hoch, es in digitalisierter Form in der Europeana zu finden. Neben Büchern oder Bildmedien, findet man übrigens auch Ton- und Videodateien.

Dabei hat die Europeana die Medien nicht alle selbst in digitaler Form vorliegen: Die Seite funktioniert vielmehr wie eine Meta-Datenbank, die Kontextinformationen liefert und auf untergeordnete Uni-Datenbanken zugreift. So gehören auch viele deutsche Universitätsbibliotheken zum Verbund der Europeana. Nach dem Vorbild der Europeana wurde 2013 die Digital Public Library of America in den USA gelauncht.

Tipp: Zu empfehlen ist auch ein Blick auf die Pinterest-Seite der Europeana, auf der viele Werke europäischer Künstler nach Themen und Epochen geordnet zur Verfügung stehen.

europeana.eu

europeana.eu

©flickr / Elco van Staveren

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