Facebook bietet Hilfe bei Suizidgefahr

Facebook will Angehörigen von suizidgefährdeten Personen helfen.

Laut Weltgesundheitsorganisation haben sich 800.000 Menschen im Jahr 2012 das Leben genommen, bei 15-bis 29-jährigen ist Suizid die zweithäufigste Todesursache. Gleichzeitig handelt es sich hierbei um die Hauptzielgruppe des sozialen Netzwerks. Facebook hat daher eine extra Website eingerichtet und auch ein spezielles Team zusammengestellt und geschult. Das Team prüft rund um die Uhr Meldungen von besorgten Freunden und Angehörigen.

Unangemessene Kommentare konnten bei Facebook schon seit langer Zeit gemeldet und bei Bedarf gelöscht werden. Doch wie soll man sich verhalten, wenn ein Angehöriger oder Freund plötzlich einen beunruhigenden Eintrag veröffentlicht? Zum Beispiel indem er davon spricht, sich selbst etwas anzutun?

Unter "Hilf einem Freund in Not" hat Facebook jetzt eine Seite eingerichtet, die in solchen Situationen Hilfestellung geben soll. Hier können auffällige Kommentare nicht nur gemeldet werden, es werden auch Fragen beantwortet wie "Wie kann ich jemanden helfen, der bei Facebook etwas über Selbstmord gepostet hat?". Neben einem übersichtlichen und einfühlsamen Verhaltensleitfaden erhält man Notrufnummern, die u.a. Ärzte, Psychologen und andere Hilfestellen auflistet. Es wird darauf hingewiesen, dringend das persönliche Gespräch zu suchen, und auch am nächsten Tag und in den folgenden Wochen sich um seinen Freund zu kümmern.

Klar, so ein Leitfaden kann Suizid nicht verhindern – aber er ist ein Anfang für diejenigen, die sich mit dem Thema konfrontiert sehen. Schön wäre, wenn man ihn schneller finden könnte (bisher muss man im Hilfebereich "Suizid" eingeben) – zum Beispiel, indem man direkt Statusmeldungen als besorgniserregend melden kann.

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