©flickr / Rifat Attamimi

Greeneration Indonesia

Das junge Sozialunternehmen zeigt, wie in Indonesien Geld verdient wird, um Gutes zu tun.

In Indonesien gibt´s kaum Privatspender. Doch an Engagement mangelt´s dem Land nicht. NGOs zapfen die Töpfe der Institutionen an und wenden sich an große Unternehmen. Das Beispiel des jungen Social Business Greeneration Indonesia zeigt, wie hier Geld verdient wird, um Gutes zu tun. Greenerations Anliegen: Das Umweltbewusstsein der Indonesier zu schärfen.

Um Vorträge in Schulen, Kampagnen und Aktionen auf der Straße (s. Foto) bezahlen zu können, verkauft Greeneration zum Beispiel Stofftaschen an Unternehmen – im Armenviertel bei fairen Löhnen produziert, mit dem Logo des Unternehmens bedruckt. Der Vorteil: Greeneration kann gleich Tausende Taschen mit einem Auftrag verkaufen und muss sich nicht mit dem Einzelverkauf herumschlagen. Das Sozialunternehmen macht fast 90 Prozent seines Umsatzes mit dem Großkundengeschäft – und beschäftigt so 24 Mitarbeiter im kommerziellen Bereich, sechs können in der Umweltbildung bezahlt werden. Auch organsieren die Leute bei Greeneration Öko-Betriebsausflüge für Firmen.

Denn die Nachfrage nach verantwortungsbewusstem unternehmerischen Handeln wächst mit der Mittelschicht in Indonesien. Auch cool: Wer Plastikmüll bei Greeneration abliefert, bekommt Punkte gutgeschrieben, mit denen er bei Greeneration online shoppen kann – etwa Mehrwegtaschen aus Greeneration-Produktion.

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Trade statt Aid

Armen Menschen wird Hilfe nicht geschenkt, sondern verkauft. Oder sie machen sich selbstständig.

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