HarassMap

Sexuelle Übergriffe auf Frauen in Ägypten werden auf dieser interaktiven Karte veröffentlicht und nicht mehr verschwiegen.

Sexuelle Belästigung ist in Ägypten ein Tabuthema, im Zweifel wird bei einem Übergriff den Frauen selbst die Schuld gegeben. Die Initiative Harassmap.org will das ändern. Per SMS, Telefon, E-Mail und Twitter können Frauen, die belästigt wurden, Übergriffe schildern und die Adresse angeben, wo das geschah.

Auf harassmap.org werden dann die einzelnen Fälle verortet und Cluster für besonders betroffene Regionen sichtbar. Damit es nicht nur beim geschriebenen Wort und einer Vorortung bleibt, gehen die über 500 Harass-Freiwilligen einmal im Monat in die betroffenen Regionen und reden mit Shopbesitzern, Taxifahrern und den Bewohnern des Viertels, um Aufklärung zu betreiben.

Mehr als 1400 Einträge über anzügliche Kommentare, Drohungen bis hin zur versuchten Vergewaltigung finden sich bislang auf der Website. Außerdem bietet das Portal, auf dem die überwiegend ägyptischen Frauen ihre negativen Erfahrungen anonym veröffenlichen, den Betroffenen weitergehende Informationen zu medizinischer, psychologischer und polizeilicher Hilfe an.

 

Ein ähnliches Projekt gibt es auch in Indien: Maps4Aid.

http://harassmap.org/en/

http://harassmap.org/en/

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