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Geburtenerfassung per Handy in Tansania.

In Tansania sind nur sechs Prozent aller Kinder unter fünf Jahren offiziell registriert. „Das bedeutet, niemand weiß, wann und wo wie viele Kinder zur Schule gehen sollten oder welche Impfungen in welcher Menge vergeben werden müssten“, erzählt Hawi Bedasa von UNICEF. Die Hilfsorganisation hat zusammen mit dem Telekommunikationsunternehmen Tigo und der staatlichen Registrierungsbehörde (RITA) ein Programm ins Leben gerufen, das es möglich macht, Geburten per SMS in einer zentralen Datenbank zu erfassen. Wenn ein Kind geboren wird, müssen die Gesundheitshelfer nur noch Name, Geburtsdatum und -ort per SMS an eine Kurzwahl schicken. Die App sendet dann diese Informationen an eine zentrale Datenbank. Die Behörden können mit Hilfe der Daten sehen, wo besonders viele Kinder geboren werden, welche Krankenhäuser und Gesundheitsstationen also eventuell mehr Mittel und Personal benötigen. In einem Pilotprojekt in Mbeya wurden mit der App innerhalb von 10 Monaten mehr als 150.000 Kinder registriert. Noch in der zweiten Jahreshälfte 2014 wird das Programm in einer zweiten Region, in Mwanza, gestartet (Stand: Januar 2014)

Diesen Case haben wir auf unserer Forschungsreise, dem lab around the world, entdeckt.

unicef.org

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Über Mobilfunk werden zunehmend Gesundheitsdienstleistungen in abgelegenen Gebieten abgewickelt.

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