©flickr/ WATERLAT GOBACIT

Rio Operations Center / Alerta Rio

Digitale Katastrophenwarnungen für Rio.

Im April 2010 wurde Rio de Janeiro von einem Unwetter heimgesucht. Die Regensaison fiel dieses Jahr besonders stark aus. Überflutungen und Schlammlawinen kosteten 200 Menschen das Leben, 15.000 wurden obdachlos.

Als Ausrichter der Fußball WM 2014 und der Olympischen Spiele 2016 war Rio gezwungen zu handeln, bis zur nächsten Regensaison musste sichergestellt sein, dass sich ein solches Unglück nicht wiederholt.

Das Rio Operations Center wurde gegründet – in Kooperation mit IBM Smarter Cities. Schon im Dezember desselben Jahres ging die Kontrollstation in Betrieb. Informationen über Wasserversorgung, Stromnetz, Wetter und Verkehr (dabei Bilder von 200 Verkehrsüberwachungskameras) werden auf einem monströsen Arrangement von 300 Bildschirmen wiedergegeben. Selbst Google zeigte sich begeistert von der Art, wie das Center den Kartendienst Google Earth in seine Arbeit einbindet.

Im Ernstfall – der kann von Verkehrsbehinderungen bis hin zu schweren Unwettern reichen – informiert das Operations Center via Twitter seine über 50.000 Follower. Im Fall von schweren bevorstehenden Unwettern können Schlüsselpersonen in den jeweiligen Nachbarschaften per SMS oder E-Mail benachrichtigt und Sirenen zur Evakuierung aktiviert werden. Das CET hofft, in Zukunft auf noch größere Datenmengen zugreifen zu können.

http://alertario.rio.rj.gov.br/

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