©José Frank Melo/ UCL ExCiteS

Sapelli

Umweltveränderungen per App erfassen.

Mit Sapelli können Umweltdaten mobil gesammelt und geteilt werden. Die App wurde speziell für Bevölkerungsgruppen entwickelt, die weder Lesen noch Schreiben können. Sie soll helfen, Umweltveränderungen vor Ort zu beobachten und zu erfassen.

Die Plattform wurde von Extreme Citizen Science entworfen – einer Forschergruppe am University College London. Ziel ist es, Randbevölkerungen zu helfen, ihre Umwelt und ihre Lebensweise zu schützen. „Von tropischen Regenwäldern bis zum arktischen Eismeer – Einheimische sind die Gatekeeper zu Schlüsselumwelten, von denen die Zukunft unserer Welt abhängt“, sagt das Entwicklerteam. „Das Wissen der einheimischen Bevölkerung ist von großer Bedeutung.“

Sapelli wurde ursprünglich entwickelt, um Rohstoffquellen im afrikanischen Kongobecken zu kartieren und die Einhaltung von Auflagen der Abholzfirmen zu beobachten. Inzwischen kann die App überall angewendet werden, wo es zu Konfrontationen zwischen Einheimischen und der Rohstoffindustrie kommt – von den Regenwäldern in Brasilien bis zum arktischen Meer in Alaska. Das Programm läuft auf Android Smartphones und verwendet eine bildbasierte Nutzeroberfläche, damit Anwender ohne Schreibkenntnisse Daten sammeln, teilen, analysieren, visualisieren und bearbeiten können. Die hochgeladenen Daten werden zentral gespeichert; in den Karten werden die Veränderungen durch Umwelteinflüsse dargestellt.

Die App funktioniert über SMS und erstellt Back-Ups über einen Cloud-Dienst. Zudem gibt es die Möglichkeit, Mediadaten hochzuladen. Über die Standardeinstellung wird die Batterielaufzeit verlängert. Momentan arbeiten die Forscher daran, die Anwendung weiter zu verbessern: Es wird zum Beispiel ein Screen entwickelt, über den zur Bestätigung der vorab hochgeladenen Daten ein hoch auflösendes, farbtreues Bild vom Ort der Datenerhebung gesendet werden kann.

Diesen Case haben wir im Social Tech Guide entdeckt. Übersetzt aus dem Englischen hat ihn freundlicherweise unsere Zeitspenderin Pia Hannappel.

©José Frank Melo/ UCL ExCiteS

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Sapelli

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