©flickr/ Gustave Deghilage

SliceBiz

In Westafrika fehlt es bislang an funktionierenden Crowdfunding-Möglichkeiten. Ein Unternehmen aus Accra versuchte das zu ändern.

SliceBiz war eine Micro-Investment-Plattform für die Finanzierung von Start-Ups in Ghana, wo der Trend mittlerweile in die Richtung geht, soziale Fragen kleinen Unternehmen zu überlassen. Obwohl innovative Ideen – etwa durch Hubs und Wettbewerbe – immer besser gefördert würden, so Gründer William Senyo, sei es selbst für die besten Ideen immer noch sehr schwierig, sich zu finanzieren. Auf SliceBiz konnten Unterstützer in eine Auswahl von ausgewählten und überprüften Social-Enterprises investieren und im Gegenzug mit einer kleinen Gewinnbeteiligung rechnen. Die Idee dahinter war zwar nicht wirklich neu – für Westafrika, wo es noch kein gelungenes Crowdfunding-Modell gab, allerdings essentiell.

Die Erschließung dieses Marktes bringt eine Reihe von gesetzlichen und technischen Herausforderungen mit sich – zum Beispiel im Bezug auf Online-Zahlungsmöglichkeiten. Eine große Chance sahen die Initiatoren von SliceBiz in der Bereitschaft westafrikanisch-stämmiger Migranten im Ausland, für die Unterstützung ihrer Heimat finanzielle Hilfe zu leisten. Bisher fehlen für solche Investitionen und Beteiligungen die benötigten Strukturen. An diese Zielgruppe richtete sich der Launch der Plattform, der im März 2014 in New York stattfand. Die Finanzierung, gestützt von der Rockefeller Foundation und der Tony Elumelu Foundation, begrenzte SliceBiz vorerst auf Ghana, mit dem Plan das Angebot ab 2015 nach und nach auf ganz Afrika auszuweiten. Allerdings ist die Website ist inzwischen nicht mehr verfügbar und das Projekt scheint aufgegeben.

www.slicebiz.com

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Armen Menschen wird Hilfe nicht geschenkt, sondern verkauft. Oder sie machen sich selbstständig.

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