©flickr / Daniela Munoz-Santos

Stupid Cancer

Ein globales Online-Netzwerk von und für Krebserkrankte und Überlebende.

Als bei Matthew Zachary 1995, im Alter von 21 Jahren, ein Gehirntumor festgestellt wurde, gab es noch kein Internet. Als Kozertpianist und Komponent wurde ihm gesagt, dass er kaum Überlebenschancen habe, und auch nicht mehr spielen könne. Er überlebte. Aber “die Konsequenzen”, sagt er heute, “waren fast genauso schlimm wie meine Diagnose. Ich wusste nicht wohin, hatte niemanden der mir sagen konnte, wie es für einen 22-Jährigen, der gerade seine Karriere aufgeben musste, weitergehen sollte.”

Zadary gründete Stupid Cancer, was heute die führende Lifestyle-Marke für Krebskranke weltweit ist, um über das Internet sicherzustellen, dass niemand in der sozialen Isolation leben musste, wie er sie erfahren musste. “Lebensqualität”, sagt er, “ist für diese Altersgruppe genauso wichtig wie die Qualität der Pflege.”

Die Website ist zu einem globalen Netzwerk von Patienten, Überlebenden und Betreuern mit Millionen von Nutzern gewachsen. Zusammen setzen sie sich für 15 bis 39-Jährige ein, für die Krebs die häufigste Todesursache ist und denen altersentsprechende Unterstützung im Umgang mit den Folgen für Zeugungsfähigkeit, Beziehungen, Karriere und Absicherung fehlt. Das Hauptziel der Plattform ist es, für die Betroffenen ein “sinnvolles Leben nach dem Krebs” zu schaffen. Damit hat sie durch die Zusammenarbeit mit bundesweiten Krankeneinrichtungen und durch den Druck auf Medien und Konferenzen, neue Rechte zum Beispiel in den Bereichen Zeugungsfähigkeit und Finanzierung anzustreben, für Revolutionen in der Krebshilfe gesorgt. “Isolation trägt am meisten zu geringer Lebensqualität bei. Diese wird durch Angst und das Fehlen einer altersgerechten Kommunikation mit Ärzten und Betreuern noch weiter verschlimmert. Das zweitgrößte Problem ist die finanzielle Belastung. Neben den Schulden durch Studienkredite können wir uns keine zusätzlichen Schulden durch Medikamente und Betreuung leisten. Wir wollen nicht arm sein.”, sagt Zachary.

Das neueste Produkt ist eine Gesundheitsapp, die veraltete Callcenter ersetzen soll. Zachary hofft, dass sie bis 2016 500.000 Nutzer haben wird. “Mein Arzt mag mich zwar geheilt haben”, sagt eine der Websitenutzerinnen, bei der Eierstockkrebs im Alter von 26 diagnostiziert wurde, “aber Andere kennenzulernen, die das gleiche schon durchgemacht haben, hat mir wirklich das Leben gerettet.”

Diesen Case haben wir im Social Tech Guide entdeckt. Übersetzt aus dem Englischen hat ihn freundlicherweise unsere Zeitspenderin Kristin Mehner.

stupidcancer.org

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Über Mobilfunk werden zunehmend Gesundheitsdienstleistungen in abgelegenen Gebieten abgewickelt.

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