© flickr / fleshmanpix

SUNU2012

Bürger in Senegal können online kommentieren, ob Wahlversprechen eingehalten werden.

Als der damalige Präsident Senegals, Wabe, 2012 entgegen der geltenden Verfassung eine dritte Amtszeit plante, freuten sich seine Unterstützer, während bei der Opposition die Gemüter überkochten. Für viele Menschen war es der Grund, im Vorfeld der Wahl eine Online-Initiative zu starten, deren Netzwerke noch heute zusammenarbeiten. So versorgte die SUNU2012 Initiative die Wähler mit Informationen zu den verschiedenen Kandidaten und ihren Programmen.

Online legte sie Profile der 14 Kandidaten an und schickte ihnen einen Login, damit sie ihr Profil vervollständigen konnten – was auch fast alle taten. Am Tag der Wahl überwachte ein landesweites Netzwerk von Freiwilligen die Urnengänge und machte die Beobachtungen unter Hashtag #sunu2012 öffentlich.

Seit der Wahl hat sich die SUNU2012 Initiative zu einer Online-Plattform gewandelt, auf der man politische Fakten checken und sich über zivilgesellschaftliches Engagement informieren kann. Auch mehrere Hundert Wahlversprechen der Regierung sind dort gelistet, und die Bürger können online kommentieren, ob sie eingehalten wurden. Wabe wurde übrigens nicht wiedergewählt.

Diesen Case haben wir auf unserer Forschungsreise Lab around the world entdeckt.

twitter.com/sunu2012

twitter.com/sunu2012

Digitalkampagnen

Virtuelle Petitionswellen schwappen durch das Internet. Denn über Digitalkampagnen kann jeder die Massen für sein Anliegen mobilisieren.

Zum Trend
Alle Trends