©flickr / Ariel Dovas

Zabatak

Ein ziviles Netzwerk gegen Korruption und Kriminalität in Ägypten.

Zabatak heißt auf Arabisch soviel wie „Ich hab’ dich erwischt!“. Das Projekt wurde 2011, als der arabische Frühling in Kairo Einzug hielt, von fünf jungen Ägyptern gegründet, um Korruption und Kriminalität entgegenzuwirken. Durch die Proteste auf dem Tahrir Platz und den Sturz des Präsidenten Mubarak entstand ein Machtvakuum. Neben der Korruption, die in Ägypten schon zuvor ein Problem war, führten die Abwesenheit von Ordnungskräften und die plötzliche Veränderung der Wirtschaftslage zu einem rapiden Anstieg von Kriminalität. Auf Zabatak haben Ägypter die Möglichkeit, Informationen über Verbrechen wie Einbrüche und Autodiebstähle, Indizien für Korruption aber auch Fundsachen ortsgebunden und mit Bildmaterial versehen (inzwischen auch per SMS) zu posten. Dadurch soll ein ziviles Netzwerk der Wachsamkeit entstehen, das zum Ziel hat, eine nicht vertrauenswürdige Polizei zu umgehen und dort zu ermitteln, wo Ordnungskräfte untätig bleiben.

Das von Ushahidi unterstützte Projekt hat neben vielen Nutzern und Facebookfans eine Reihe an wichtigen Preisen gewonnen, wie zum Beispiel den UN World Summit Youth Award und den AnizaAnisha Preis für Jungunternehmer. Und die Plattform verbreitet sich: ursprünglich in Kairo gestartet, gibt es Zabatak jetzt auch für eine Reihe anderer Ägyptischer Städte.

http://zabatak.com

http://zabatak.com

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