Künstliche Intelligenz

Wie schlau ist die KI heute? Und wird sie irgendwann schlauer sein als wir?

In immer mehr Bereichen wird KI heute eingesetzt, immer mehr Anwendungen greifen auf das Potential dieser Technologie zurück. Müssen wir Angst vor dieser Technologie haben? Ein Überblick über den Stand der Technik und ein Ausblick auf das Jahr 2030.

Stand der Technik 2017
Schwache künstliche Intelligenz wird heute immer häufiger dafür eingesetzt, spezielle Probleme zu lösen. Etwa wenn IBMs Watson Millionen von Krebsstudien in wenigen Minuten analysiert, um bei einer Patientin eine seltene Krankheit zu diagnostizieren. Starke künstliche Intelligenz, die so schlau wie oder gar schlauer ist als Menschen, gibt es noch nicht. Jedenfalls nimmt die Menge der digitalen Daten und damit der Nährboden von KI zu. Die Algorithmen erkennen an immer mehr Stellen des Weltgeschehens Muster und Korrelationen und errechnen, wie wahrscheinlich welche Zukunftsszenarien sind (prädiktive Analyse). Neuronale Netze mittels Deep Learning zu trainieren ist aber für die einzelnen Aufgaben noch vergleichsweise aufwändig.

Was bedeutet das jetzt für uns?
Big Data und künstliche Intelligenz übernehmen zwar nicht die Weltherrschaft. Trotzdem müssen wir uns als – am besten gleich globale – Gesellschaft darüber einigen, was Daten, Programmierer und Algorithmen entscheiden dürfen. Weil immer automatischer entschieden wird, wer welche Konsequenzen zu tragen hat, wer beispielsweise Hilfe bekommt und wer nicht, ist es enorm wichtig, die Prozesse transparent zu gestalten. Big Data und KI können unsere aller Leben verbessern, können zu ganz neuen Erkenntnissen führen, sind auch für die EZ ein großes Potential. Die Zivilgesellschaft muss jedoch darum kämpfen, dass die Macht der Daten nicht in den Händen weniger profitorientierter Unternehmen verbleibt. 

Wie sieht der Trend 2030 aus?

Stand der Technik in der Zukunft

Die schwache KI wird 2030 in immer mehr Bereichen eingesetzt, für alle möglichen Probleme gibt es Algorithmen, die sich durch für Menschen undurchdringliche Datenmengen wühlen. Die dafür nötige Miete der Superrechner ist für mittelgroße NGOs, die ohnehin ihre eigenen Datenanalyse-Abteilungen haben, erschwinglich. Um neuronale Netze zu trainieren, reicht meist ein einfacher Schulabschluss. Für Maßnahmen im sozialen und EZ-Bereich werden nicht nur prädiktiv Wahrscheinlichkeiten berechnet, sondern auch retrospektiv Wirkungen gemessen. Ein neuronales Netz hat Vorschläge gemacht, wie die Digital Development Goals – Nachfolger der SDGs – formuliert sein sollten, um die Ziele mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit zu erreichen.

 

Was bedeutet das 2030 für uns?

Big Data und KI sind mit dem IoT zur größten und komplexesten Maschine der Menschheit verschmolzen. Verstehen kann diese Maschine, an die alles angeschlossen ist, niemand mehr. Gesetzgebung und Regularien hängen der rasanten Entwicklung hinterher. Es wurden technische und legale Voraussetzungen geschaffen, damit die Menschen die Hoheit über ihre eigenen Daten haben. Daten-Cowboys schießen im wilden Westen des Silicon Valleys mit Vorhersagen nur so um sich. Vergeblich. Zwar gibt es weniger Armut auf der Welt, aber das globale Ökosystem pfeift aus dem letzten Loch, und die ungerechte Verteilung von Wohlstand wächst. In Deutschland erreicht die analogsoziale Partei (ASP) bei den Bundestagswahlen 17 Prozent.

Fazit

KI ist auf dem Vormarsch. Trotz alledem ist das kein Grund, Angst vor der Technologie zu haben. Starke künstliche Intelligenz existiert zum jetzigen Zeitpunkt nicht und wird auch in der nahen Zukunft noch nicht existieren.