Blockchain könnte die finanzielle Inklusion wesentlich verbessern

Wie blockchainbasierte Technologien reguliert werden können, damit sie funktionieren

Blockchain-Technologien könnten den internationalen Handel durch neue Vertrauenssysteme revolutionieren. Aber ist die Digitalisierung von Vertrauen überhaupt möglich? Wie müssen wir blockchainbasierte Systeme regulieren, damit sie funktionieren? Und könnten Entwicklungsländer dank Blockchain die Industrienationen einholen? 

Darüber sprachen wir mit Dr. Julie Maupin. Sie ist Forscherin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Im Interview geht es um Blockchain in Regierungsinstitutionen, die Digitalisierung von 150 Jahren Papierkram und Trekking am Kilimanjaro. 

- Autor: Kathleen Ziemann 

Dieser Text ist im trendradar_2030 Magazin erschienen (PDF Download). 

Trendforscher sprechen schon lange über das vielversprechende Potential von Blockchain. Aber erst seit Kurzem scheint diese Technologie an Bedeutung zu gewinnen. Warum ist das so?
Diese Technologie entsteht zu einem interessanten Zeitpunkt. Denn wir leben in einer Zeit des wachsenden Misstrauens gegen die Globalisierung und insbesondere gegen die Institutionen, die unsere globale Wirtschaft lenken. Vor Kurzem gab es viele einschneidende Ereignisse, die ganz deutlich gezeigt haben, dass der Endnutzer, also der Bürger, nicht viel Vertrauen in das internationale Wirtschaftssystem hat und nicht daran glaubt, dass es ihm etwas nützt. Blockchains könnten wegen ihres dezentralen, inklusiven und offenen Ethos ein Weg sein, dieses Vertrauen wiederherzustellen. In Zeiten der Anti-Globalisierung sehe ich Blockchain als eine riesige Chance für diejenigen, die eine integrierende, gerechte Welt schaffen und erhalten wollen. Aber es ist auch eine große Herausforderung, weil wir überdenken müssen, wie unsere globalen Institutionen arbeiten. Wir müssen darüber nachdenken, zu welchem Maße wir bereit sind, sie in die Pflicht gegenüber ihren Wählern und Mitgliedern zu nehmen, denen sie eigentlich dienen sollten, und auch, ob wir dazu überhaupt die Möglichkeiten haben.

In welchen Regierungsinstitutionen wäre es besonders sinnvoll, Blockchain einzusetzen? Welche Bereiche erforschen Sie?
In meiner Arbeit untersuche ich, wie Blockchain dazu genutzt werden kann, Handelsvereinbarungen zwischen Ländern, Regierungen und privatwirtschaftlichen Akteuren zu überwachen. Das bedeutet, ich sehe mir Vereinbarungen und Institutionen wie den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht oder das Übereinkommen von Paris zu den Klimarahmenkonventionen an. Die Möglichkeit, Blockchain für Rechenschaftsund Reporting-Prozesse zu nutzen, finde ich faszinierend. Ich bin also sozusagen dabei herauszufinden, wie Blockchain auf schnellere, günstigere und bessere Weise die verschiedenen Aspekte der globalen Wirtschaftsbeziehungen unterstützen kann. Zum Beispiel, wie kann Blockchain genutzt werden, um die Einhaltung von Ursprungsregeln und Zollvereinbarungen im Rahmen der WTO-Vereinbarungen zu verfolgen? Und noch besser: Könnte blockchainbasiertes Monitoring der globalen Handelsströme und -vereinbarungen es uns ermöglichen, diese gänzlich mit neuen, besseren Vereinbarungen zu ersetzen? Zum Beispiel mit den Zielen nachhaltiger Entwicklung (SDG), den geltenden Menschenrechtsbestimmungen und den Vereinbarungen zum gerechten Vorteilsausgleich, die besser dem Treiben auf dem großen Marktplatz entsprechen, den das Welthandelssystem verkörpern sollte. Es gibt bereits zahlreiche Experimente, die zeigen, dass diese Ideen funktionieren. Zum Beispiel haben Start-up-Firmen wie Everledger und die Berliner Blockchain-Firma Bigchain DB Projekte gestartet, die das Zurückverfolgen der Herkunftsnachweise im internationalen Diamantenhandel verbessert. Das ist ein vielversprechender Weg, die Kimberley-Vereinbarungen zum Diamantenhandel umzusetzen und dafür zu sorgen, dass die sogenannten „Blutdiamanten” nicht in den Handel gelangen.

Ist Blockchain so einfach einzurichten wie eine neue Software, oder was gilt es zu beachten?
Nein, Blockchain einzusetzen, ist nicht einfach. Es gibt noch viele Fragen, die dem flächendeckenden Einsatz der Technologie im Wege stehen. Dazu gehören technische Fragen wie: Welche Blockchain-Anwendungen können überhaupt sicher und weitreichend skaliert und implementiert werden? Auch Probleme mit der Nutzerfreundlichkeit behindern den Fortschritt von Blockchain in vielen Bereichen. Aber ein Großteil der Probleme, die die Ausweitung von Blockchain verlangsamen, geht auf Fragen des politischen Willens und der institutionellen Gewohnheiten und Pfadabhängigkeiten zurück – denn die Nutzung von Blockchain würde viele Veränderungen für einige Institutionen bedeuten. Viele der Organisationen, die am meisten von Blockchain-Anwendungen profitieren würden, haben eine langjährige Geschichte und daran gebundene, historisch begründete Budgets und Personal. Für sie wäre diese Veränderung ein schmerzhafter Prozess.

Nehmen wir mal die Grundbucheintragung per Blockchain als ein Beispiel, weil es so viele Pilotprojekte in diesem Bereich gibt. Wie kann Blockchain diesen Prozess revolutionieren?
Die Idee, Grundbuchregister in eine Blockchain zu migrieren, macht sehr viel Sinn. Im 21. Jahrhundert ist es doch etwas merkwürdig, dass wenn man ein Stück Land oder ein Haus kaufen möchte, man ein Amt besuchen muss, wo jemand Stunden damit zubringt, Akten von mehreren Jahren durchzublättern, nur um sicherzustellen, dass das Land nicht durch Hypotheken oder andere Schulden belastet ist. All diese Informationen könnten digitalisiert werden und so direkt vom potentiellen Käufer per Webportal eingesehen werden – das würde den Prozess viel einfacher und transparenter machen. Aber Grundbücher in die Blockchain zu übertragen, ist nicht so einfach, weil es überall auf der Welt diese Ämter gibt, die diese veralteten, papiernen Aktensysteme benutzen und auch noch auf verschiedene Art und Weise organisiert sind. Und um einen Besitztitel für ein Stück Land abzusichern, muss man in manchen Ländern die Grundbucheinträge von bis zu 150 Jahren nachrecherchieren! Es ist also eine anspruchsvolle Aufgabe, alle Informationen zu einem Grundstück in die Blockchain zu übertragen. Aber ist diese Aufgabe einmal bewältigt, gibt es eine Reihe von Vorteilen. Es ist ähnlich wie bei der Digitalisierung von Bibliotheken: Am Anfang stehen jede Menge Vorlaufkosten, aber die Zugewinne danach können immens sein – und man kann mit Hilfe der Digitalisierung Aufgaben lösen, die vorher unmöglich waren. Im Falle der Grundbuchregister könnte man mit einer öffentlichen und transparenten Blockchain zum Beispiel problemlos alle finanziellen Lasten nachverfolgen, die einem Stück Land anhängig sind. Das ist jetzt nur eine Spekulation, aber vielleicht hätte die sogenannte „Subprime-Krise” 2008 in den USA mit Blockchain verhindert werden können. Denn eine Blockchain hätte neben dem aktuellen Besitzer der Kredite und Kreditausfallversicherungen alle weiteren Risiken zu den betreffenden Immobilien und Grundstücken offengelegt. Das bedeutet, in anderen Worten: Blockchain für die Nachverfolgung der Besitzverhältnisse materieller und immaterieller Güter zu benutzen, könnte für Behörden ein sehr hilfreiches Werkzeug sein, um Spekulationsblasen in bestimmten Sektoren rechtzeitig zu erkennen.

Glauben Sie, dass Blockchain bestimmte Institutionen unter Druck setzen wird?
Ich denke, dass Blockchains zu einem höheren Koordinationsgrad des Finanzsystems und zu bidirektionalen oder multidirektionalen Kontrollverpflichtungen zwischen Zentralbanken und anderen Finanzinstitutionen führen könnten. Ich glaube, das ist etwas, das die Finanzinstitutionen in Zukunft immer öfter aufnehmen werden, weil der öffentliche Druck auf sie steigt. Sie müssen allmählich zeigen, dass die Policies, die sie anwenden – quantitative Lockerung der Geldpolitik, Rettungspakete usw. –, wirklich der nationalen und der globalen Wirtschaft als Ganzes helfen. Blockchain verspricht also mehr Möglichkeiten, die globale Finanzwirtschaft zu kontrollieren. Darüber hinaus gibt es auch einige Institutionen, zum Beispiel die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), die eventuell durch Blockchain vollständig ersetzt werden könnten. Im Falle der ICANN könnten Nutzer dann direkt neue Domain-Namen registrieren, ohne dafür eine Organisation bemühen und bezahlen zu müssen. 

Der Einsatz von Blockchain in Entwicklungsländern

Wie würde die Wirtschaft in Entwicklungsländern von Blockchain profitieren?

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, dass Blockchain dabei helfen könnte, die finanzielle Inklusion weltweit voranzutreiben. Besonders mittlere und Kleinunternehmer könnten einfacher Zugang zu globalen Märkten bekommen – sowohl Finanzmärkten als auch Handels- und Dienstleistungsmärkten. Bisher verursachen internationale Handelsbestimmungen und -finanzen sehr komplizierte und arbeitsintensive Prozesse: Güter und Dienstleistungen durch die globale Wertschöpfungskette zu befördern, bedeutet jede Menge Papierkram, inklusive verschiedener Nachweise, Genehmigungsstempel und so weiter. Dieser Prozess erschwert es insbesondere Kleinunternehmern am globalen Handel und Finanzsystem teilzunehmen. Blockchain könnte ihnen das erleichtern, indem es die Verwaltungskosten für den Nachweis- und Genehmigungsprozess, den sogenannten Papertrail, signifikant verringert. Blockchain-Lösungen könnten durch das einfache und lückenlose Nachverfolgen der Herkunftsangaben einfachere Eintrittspunkte in die Lieferketten von großen Unternehmen schaffen und es so Kleinunternehmern ermöglichen, Teil der globalen Wirtschaft zu werden. Wegen der vereinfachten Herkunftsnachweise wird es auch für Regierungen einfacher werden, gesonderte Vergabeverfahren für Unternehmerinnen und andere benachteiligte Gruppen umzusetzen.

Wir sprechen häufig über „LeapfroggingTechnologien”, die Entwicklungsländern dabei helfen, zu den Industrienationen aufzuholen. Hat Blockchain dieses Leapfrogging-Potential?

Hinsichtlich der Frage nach dem Leapfrogging-Potential muss man zunächst daran denken, dass Blockchain ein außerordentlich digitales Medium ist. Der sogenannte Digital Divide muss also unbedingt Teil dieser Diskussion sein. Der Zugang zum Internet muss einfach als erstes vorhanden sein – diesen Schritt kann man nicht überspringen. Momentan gibt es in den Entwicklungsländern aber noch viele Regionen, die nur Zugang zum Internet via 2G- oder 3G-Netz haben und hauptsächlich per Text-Messaging kommunizieren. Aber um Blockchain effizient nutzen zu können, ist der Zugang zu Highspeed Internet unbedingt nötig. Die Anzahl der Smartphone-Nutzer steigt rasant, und das ist für die Verbreitung von Blockchain vielversprechend, aber aktuell ist die digitale Infrastruktur vieler Entwicklungsländer noch unzureichend ausgebaut. Mit der aktuellen Geschwindigkeit wird es nicht gelingen, die Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDG) zu erfüllen, es sei denn, der Zugang zum Internet wird für große Teile der Welt maßgeblich verbessert. Und neben dem Internetzugang müssen natürlich auch die entsprechenden Computerkenntnisse der potentiellen Nutzer wachsen – nur so kann Blockchain sein volles Potential als Leapfrogging-Technologie entfalten.

Die Regulierung der Blockchain

Bisher gibt es noch kein internationales Gesetz oder spezialisierte Regierungsinstitutionen, die internationale Blockchain-Fragen verhandeln. Wie würde so etwas aussehen?

Diese Technologie ist noch jung, und wir müssen abwarten, wie sie sich entwickelt. Wir sollten unbedingt dafür sorgen, dass ihr nicht zu früh irgendwelche Strukturen übergestülpt werden, denn es ist eigentlich unmöglich, ihre Entwicklung für die nächsten fünf Jahre vorauszusehen. Aber es gibt schon heute viele Gremien, die sich bereits mit dem Thema Blockchain-Regulierung befassen. Die Internationale Organisation für Normung (ISO), die Zentralbanken, die nationalen Steuerbehörden … Alle beschäftigen sich mit Blockchain! Aber wie man ein System schafft, in dem ein produktiver und konstruktiver Austausch zwischen all diesen Stakeholdern stattfinden kann, ist eine schwierige Frage. Ein Vorschlag, den ich basierend auf meiner Forschung erarbeitet habe, ist eine sogenannte internationale Regulierungs-„Sandbox” einzurichten. Hier würden die relevanten nationalen und internationalen Regulierungsbehörden zusammenkommen und auf der Basis konkreter Anwendungsfälle die spezifischen Chancen und Risiken in Bezug auf den ausgewählten Fall gemeinsam erörtern. Dieses kooperative Modell könnte zu mehr Klarheit darüber beitragen, wer überhaupt dabei sein muss, um die entsprechenden Policy-Parameter und Richtlinien für verschiedene Blockchain-Anwendungen zu erarbeiten. Es sollte immer unser Ziel sein, die Technologie so zu fördern, dass sie ihren Zweck erfüllen kann, ohne gleichzeitig die globale Wirtschaft mit neuen Risiken zu belasten.

Aber widerspricht der Gedanke von externer Regulierung nicht der Idee einer dezentralen und selbstverwaltenden Technologie wie Blockchain?

Deshalb sollte es ein sehr offener und kollaborativer Prozess zwischen Unternehmern, politischen Entscheidungsträgern, Gesetzgebern und Regulierungsbehörden sein. Blockchain ist eine dezentrale, globale Technologie, und man muss wirklich kollaborativ arbeiten können, wenn man das soziale Potential der Technologie nutzen will. Die Regulierer sollten in der Lage sein, den Vorteil zu nutzen, dass die Technologie dezentral verbreitet ist, weil das einer ihrer maßgeblichen Sicherheitsvorteile ist. Es ist auch eines der zentralen Wirkungsprinzipien, das es Blockchain ermöglicht, Transparenz und Rechenschaftspflicht in die Weltwirtschaft einzubringen. Wenn alle Parteien im Einklang mit dieser Idee arbeiten, dann steht Regulierung nicht unbedingt dazu im Widerspruch.

Blockchain in der Trekkingindustrie in Tansania - ein Use Case

Stellen wir uns mal vor, dass Blockchain im Jahr 2030 in Tansania weit verbreitet ist. Wie könnte das aussehen?

Vor einigen Jahren habe ich den Kilimanjaro bestiegen. Die Trekkingindustrie ist für die Regierung und die regionale Wirtschaft ein wichtiger Geldbringer. Aber nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war, habe ich nachgerechnet: Wie viel Geld bleibt bei den ansässigen Dienstleistern hängen, und wie viel geht an die ausländischen Reiseanbieter? Die Antwort ist: etwa 50 Prozent! Mit blockchainbasierten Peer-to-Peer-Lösungen für die Tourbuchungen und ausreichendem Internetzugang könnte man sich ein Szenario vorstellen, in dem man ohne die Mittelsmänner der ausländischen Reiseagenturen auskommt. Lokale Agenturen könnten einfach direkt ihre Touren den Touristen anbieten, basierend auf einem wirtschaftlichen Vertrauenssystem, das alle Buchungen und Zahlungen einfach direkt über Blockchain abwickelt.

Also könnte Blockchain die Mittelsmänner ausschalten?

Daran wird bereits gearbeitet. Es ist die logische Erweiterung eines Prinzips, das bereits in Geschäftsmodellen wie Uber und anderen Unternehmen der Sharing Economy zum Tragen kommt. Mittlerweile sprechen die Leute schon über Uber ohne Uber – durch die Verwendung von Blockchain! Am Kilimanjaro könnten also, wie gesagt, Menschen direkt lokale Tourguides buchen, ohne ausländische Agenturen zu bezahlen, die die lokale Wirtschaft kaum unterstützen. Ich denke, das ist durchaus machbar. Aber es gibt viele Hindernisse, wie die mangelnde Alphabetisierung, der beschränkte Technologiezugang und fehlendes soziales Vertrauen, die beseitigt werden müssten, um dieses Szenario möglich zu machen.

Was ist die Rolle der lokalen Regierung in diesem Szenario?

Die Regierung könnte Blockchain für eine effektive Steuerpolitik einsetzen, indem sie geschickt die Agenturen und Guides dazu animiert, Blockchain zu benutzen – und sie dafür auch mit fairen Steuern belohnt. Regierungen müssten natürlich auch weiterhin dafür sorgen, dass alle Industrien ihre Standards erfüllen (zum Beispiel, dass die Umwelt am Kilimanjaro nicht durch zu viele Besucher geschädigt wird). Blockchains können wegen ihrer Eigenschaften, die Transparenz und Rechenschaft fördern, auch hier eine Rolle spielen.

Was ist mit Korruption?

Korruption ist ein großes Problem, und es gibt sicher viele Regierungen, die nicht daran interessiert sind, ihre Finanzen in Echtzeit offenzulegen. Es ist ein Gewinn für die Gesellschaft, dass das Blockchain-Tracking von Staatsfinanzen Korruption maßgeblich erschweren wird. Und Geberländer sollten ihre Entwicklungshilfebudgets nutzen, um gegen den Widerstand anzugehen, den diese Systeme beim Kampf gegen die Korruption an den Tag legen. Wie bei jeder technischen Neuerung muss man natürlich auch in Bezug auf die Umsetzung von Blockchain-Anwendungen die Natur des Menschen, die bestehenden sozialen Systeme und die Infrastruktur bedenken, die die Grenzen des aktuell Möglichen setzen. Wenn wir also über die Zukunft von Blockchain nachdenken, dann sollten wir nicht zu naiv sein, aber dennoch optimistisch bleiben.

Fazit

Ein Vorschlag, den ich basierend auf meiner Forschung erarbeitet habe, ist eine sogenannte internationale Regulierungs-„Sandbox” einzurichten. Hier würden die relevanten nationalen und internationalen Regulierungsbehörden zusammenkommen und auf der Basis konkreter Anwendungsfälle die spezifischen Chancen und Risiken in Bezug auf den ausgewählten Fall gemeinsam erörtern. Dieses kooperative Modell könnte zu mehr Klarheit darüber beitragen, wer überhaupt dabei sein muss, um die entsprechenden Policy-Parameter und Richtlinien für verschiedene Blockchain-Anwendungen zu erarbeiten. Es sollte immer unser Ziel sein, die Technologie so zu fördern, dass sie ihren Zweck erfüllen kann, ohne gleichzeitig die globale Wirtschaft mit neuen Risiken zu belasten.