Das kostet die Welt

Die Welthungerhilfe macht Landraub zu einem Spiel und zeigt dabei mit einer guten Portion Humor, wie ernst das Thema ist.

Wer im Kongo Landraub betreibt, für den lohnt es sich richtig – dafür gibt es über 2000 Punkte. In der Ukraine gibt es nur magere 140 Punkte. Mit spielerischem Zynismus will die Welthungerhilfe auf das weltweite Problem des Land-Grabbings aufmerksam machen. In dem virtuellen Spiel schlüpft jeder Spieler in die Rolle eines Investors und wählt auf einer Weltkarte fünf Länder aus, die sich in einen fiktiven Warenkorb einfügen lassen. Als raffgieriger Spekulant muss der Spieler darauf achten, dass sein zukünftiger Besitz ertragreiches Ackerland, eine gute Wasserversorgung und eine möglichst hohe Korruption aufweist. Sobald der Warenkorb gefüllt ist, bekommt man seine Punktzahl angezeigt und wird als Kleinkrimineller bis hin zum Globalplayer in einem Ranking verortet.

Soweit der spielerische Teil. Gleichzeitig findet der Nutzer bei der Auswertung seiner Land Grabbing-Erfolge ernsthafte Informationen über die dramatischen Folgen von Landraub: Angefangen vom Pflanzenanbau zur Treibstoffgewinnung, der zunehmend um die Flächen zum Nahrungsmittelanbau konkurriert, über sinkenden Grundwasserspiegel durch zu hohen Wasserverbrauch, bis hin zu lokalen Kleinbauern, die von ihrem Land vertrieben werden. Um dem Spieler nach seinem „Raubzug“ die Möglichkeit zu bieten, selbst etwas zu verändern, wird ihm ein zu seinem Punkteergebnis proportionaler Betrag angeboten, den er an die Welthungerhilfe spenden kann. Je erfolgreicher der „Raubzug“, desto höher die Spende!

http://www.das-kostet-die-welt.de/

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