Flash Drives for Freedom

USB-Sticks als subversive Waffe gegen Nordkoreas Regime.

Im Zeitalter von Google Drive und Dropbox haben unsere alten USB-Sticks weitgehend ausgedient. Aber anstatt in der Schreibtischschublade zu verstauben, können sie zu einer mächtigen, gar subversiven Waffe gegen Nordkoreas totalitärem Regime werden.

Das ist der Plan der NGO Forum 280, die gemeinsam mit der Human Rights Foundation das Projekt "Flash Drives for Freedom" startete. Sie sammeln die alten USB-Sticks der US-Amerikaner und schicken sie weiter nach Südkorea. In Seoul werden sie mit westlichen oder südkoreanischen Filmen und Serien bespielt und anschließend kreativ über die Grenzen nach Südkorea geschmuggelt z. B. in Heißluftballons oder versteckt in Lieferwagen. Internet ist nur für wenige Eliten in Nordkorea verfügbar und auch PCs sind kaum verbreitet. Ganz anders steht es um günstige Videoplayer mit USB-Anschluss, notels genannt, die sich großer Beliebtheit freuen, ganz besonders seitdem sie auch die geschmuggelten Serien "Friends" und "Desperate Housewifes" abspielen.

Ziel der Initiative ist jedoch nicht die billige Unterhaltung, sondern ein Eindruck von der Welt außerhalb der Ideologien und Illusionen von Kims Regime. Die Welt ist möglicherweise nicht so armselig, gefährlich, feindselig und unterlegen, wie das Regime Nordkoreas Bevölkerung weismachen möchte. Auf der anderen Seite verändern die USB-Sticks auch die Sicht der Spender: US-Amerikaner werden für die Situation in Korea sensibilisiert und bekommen eine Möglichkeit, sich zu engagieren.

Bisher wurden zwischen 3.000 und 5.000 USB-Sticks nach Nordkorea geschafft; das Ziel von Forum 280 liegt sogar bei 2.000 Sticks monatlich in den nächsten drei Jahren. Die Kosten sind jedoch hoch. Auch wenn die USB-Sticks gespendet werden, kommen noch Bestechungen, Reise- und Forschungskosten hinzu. Deswegen ist demnächst eine Indiegogo-Kampagne geplant.

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