KaBoom!

KaBoom!

Mit Kawumm baut diese Nachbarschaftsinitiative in den USA tausende Spielplätze – und zwar nur mit freiwilligen Helfern.

KaBOOM! startete in den USA eine Initiative für mehr Spielplätze und die bessere Förderung motorischer Fähigkeiten von Kindern. In vielen Städten gibt es nur wenige und oft auch noch langweilige Spielplätze – da verbringen die meisten Kindern doch lieber den Tag vor dem Fernseher. Frische Luft und ein wenig Bewegung, Freunde treffen kommt dabei zu kurz. Deshalb appelliert KaBOOM an Städte und Gemeinden, mehr Spielplätze zu bauen, oder bestehende Spielplätze attraktiver zu machen. Der Masterplan dahinter ist, dass irgendwann jedes Kind einen Spielplatz in der Nachbarschaft hat, wo es zu Fuß hingehen kann.

Damit diese Idee Wirklichkeit wird, sind vor allem Freiwillige gefragt, die die Initiative in ihrer Stadt ergreifen und sich um die Teilnahme im Programm bewerben. In diesem Prozess lässt KaBOOM die Interessierten aber nicht allein, sondern bietet eine große Fülle an Schritt-für-Schritt Anleitungen, Video-Tutorials und Best Practice Beispielen auf der Website an. Das reicht von Online-Trainings zu Themen wie: „Wie man Schulen Motiviert“ oder „was ist gute Pressearbeit?“. Wer einen bestehenden Spielplatz verschönern möchte, der findet auch einfache Bauanleitungen, zum Beispiel ein do-it-yourself Sonnendach oder einfache Spielgeräte.

Diese Online-Tools haben sich in der Projekt-Evaluierung 2011 als Schlüssel zum Erfolg herausgestellt: In einer Umfrage bewerteten die Projekt-Teilnehmer die Leistung der Online-Ressourcen und kamen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass vor allem die Online-Trainings und die Website eine große Erleichterung bei der Durchführung des eigenen KaBOOM!-Projektes waren.

Für die Finanzierung und Umsetzung gibt es eine übersichtliche Online-Fundraising Webseite (ourdreamplayground.org) und auch eine KaBOOM Online-Community mit Diskussionsgruppen und aktuellen Neuigkeiten über bereits gestartete Projekte. Dieses DIY-Programm kommt richtig gut an: Seit 2009 wurden insgesamt 1.600 Spielplätze errichtet. Dabei kommen auf jeden von KaBOOM! selbst initiierten Spielplatz mittlerweile zehn, die selbstständig nach der Blaupause entstehen.

Hat sich eine Schule oder eine andere Kinder- und Jugendeinrichtung für die Idee eines neuen Spielplatzes begeistert und einen Standort ausgemacht, muss sie eine ausführliche Online Bewerbung mit einer Standortanalyse einreichen sowie ein Planungs-Komitee mit 15 Leuten einrichten. Ist das Projekt angenommen, wird es von einem KaBOOM-Projektmanager für zwei Monate in der Planung der großen Bauaktion unterstützt. In dieser Zeit müssen sie gemeinsam 100 Eltern rekrutieren und rund 8.500 US-Dollar auftreiben, damit der neue Spielplatz gebaut werden kann. Das scheint dank der ausführlichen Materialien und der großen Professionalität der mit sechs Mitarbeitern für den DIY-Bereich auch recht stark aufgestellten Organisation gut zu klappen: bisher wurden Spielplätze für rund 5,5 Millionen Kinder gebaut.

Aber dieses Projekt kommt nicht nur den Kindern zu Gute: Die Knight-Foundation hat eine Studie zu dem Programm durchgeführt und gezeigt, dass die Eltern, die aktiv am Spielplatz mitbauen und sich an der Organisation der Aktion beteiligen, mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewinnen. Außerdem wirkt sich ein gemeinsam gebauter Spielplatz nachweislich positiv auf das Klima im Viertel und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft aus.

http://kaboom.org/

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