Otvorena mreža

Helfer sorgen für kostenloses W-Lan entlang der Flüchtlingsrouten.

Seit Ungarn einen Sicherheitszaun an der Grenze zu Serbien hochgezogen hat, verläuft eine der letzten Landrouten für Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan durch Kroatien. Dort sitzen viele Flüchtlinge fest und werden notdürftig mit Wasser, Nahrung und Medikamenten versorgt. Ein weiteres Grundbedürfnis: Internet. Denn im Internet erfährt man, wann welche Grenze offen ist, welcher Weg nach Europa aktuell der beste ist, und wie es Freunden und Familie ergeht.

Während sich das Rote Kreuz um die Gesundheit der Flüchtlinge kümmert, sorgt Otvorena mreža für freies WiFi. Die freiwilligen Helfer der Organisation, deren Name auf deutsch „Offenes Netzwerk“ bedeutet, laufen mit Hotspots im Rucksack an der Grenze entlang, auf dem Rucksack ein großer „free wifi“-Zettel. Flüchtlinge stellen sich dann kurz neben die Helfer und erledigen Dinge im Internet.

Otvorena mreža kämpft, salopp gesprochen, für „mehr Internet für alle!“ Die Organisation weist auch Telekommunikationsunternehmen und örtliche Behörden darauf hin, wenn wegen überlasteten Netzen ein neuer Sendemast her muss. Die seit 2009 bestehende und über Spenden finanzierte Organisation plant nun Anleitungen ins Netz zu stellen, mit denen jeder seinen eigenen WiFi-Rucksack bauen kann – gut für die Skalierung!

www.otvorenamreza.org

CC flickr BY Valent Turkovic

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