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Peerby

Frag doch Deine Nachbarn, ob sie Dir was leihen.

Bob sucht ein Nackenhörnchen für die lange Busfahrt, Moni eine Kreissäge, um Möbel zu bauen. Das hat doch sicher jemand rumliegen, benutzt es aber nur einmal im Jahr – wenn überhaupt. Hier setzt Peerby an, eine Local Lending­ Plattform und App, die 2011 in Amsterdam gegründet wurde, 2012 online ging und Teilnehmer des ersten London-­Jahrgangs des amerikanischen Accelerators TechStarts wurde. Die Zahl niederländischer Nutzer wuchs schnell an und bald darauf entstanden, von den Gründern eher unbeabsichtigt, weitere Communities in Spanien, New York, London, und Berlin.

Im Gegensatz zu vielen anderen Diensten, die das Konzept „leih­Deinem­Nachbarn­was“ verfolgen, ist Peerby Anfrage­basiert. Statt also Listen mit in der Nachbarschaft verfügbaren Dingen zu durchwühlen, stellt der Suchende einfach eine Anfrage zu einer konkreten Sache, die er oder sie benötigt. Das hat zudem den Vorteil, dass Teilwillige nicht erst eine Inventur ihres gesamten Hausstandes vornehmen müssen, sondern schnell auf die jeweiligen Bedürfnisse reagieren können.

Das Konzept scheint aufzugehen. Laut den Betreibern werden über 80% der Anfragen bereits in den ersten 30 Minuten beantwortet. Für 2014 hat sich Peerby vorgenommen, weiter zu expandieren. Das Ziel ist, möglichst „Alles für jeden, überall“ verfügbar zu machen. Wem die Idee gefällt, der kann Peerby dabei helfen und sich auf der Website als „Ambassador“ für seine Stadt bewerben.

https://www.peerby.com/