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Online-Support auf der europäischen Fluchtroute

Das Netz ist überflutet mit Informationen zur Flüchtlingskrise. Gleichzeitig gibt es keine gesammelten und zuverlässigen Informationen für Flüchtlinge selbst. Deshalb hat das International Rescue Committee (IRC) in Kooperation mit Mercy Corps und Google eine neue Website ins Leben gerufen, die wichtige Details zum europäischen Fluchtweg bereitstellt. Um die Reise durch Europa sicherer zu gestalten, werden darauf unter anderem die Verfügbarkeit humanitärer Hilfsgüter in den lokalen Flüchtlingscamps oder Transportmöglichkeiten bekannt gegeben. Dabei werden alle zentralen Knotenpunkte entlang der Fluchtroute von Griechenland bis Österreich erfasst.
Die Webseite ist praktisch gehalten. Eine simple Bedienoberfläche erleichtert den Zugang über Niedrig-Breitband-Verbindungen, geringer Energieverbrauch soll schwache Akkus effizient nutzen. Für die IRC-Partner vor Ort vereinfacht Open Source das Updaten von Informationen.
Was bleibt ist das bekannte Problem des Internetzugangs, dem bereits andere Initiativen wie „otvorena mreza“ mit offenem W-LAN speziell für Flüchtlinge entgegen wirken. Mitarbeiter des IRC ihrerseits informieren ankommende Flüchtlinge in Lesbos über Verkaufsstellen für SIM-Karten und Internetcafés. Leider fehlen diese Details bislang auf der Website selbst. Dennoch: Als digitale Hilfe zur Selbsthilfe verspricht die Webseite Entlastung für Flüchtlinge und Helfer in Europa und füllt so eine bedeutende Lücke digitaler Flüchtlingshilfe. Daumen hoch!

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Digitale Flüchtlingshilfe

Wie Technologien Flüchtlingen das Leben und Helfern die Arbeit erleichtert.

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