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ROCK YOUR LIFE!

Schüler lernen von Studenten für's Leben. Das rockt!

Rock your life (RYL!) ist ein Mentorenprogramm für sozial benachteiligte Schüler. Die Teilnehmer werden während ihrer letzten zwei Schuljahre von einem extra dafür ausgebildeten Studierenden begleitet. Dabei geht es vor allem darum, den Schülern bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder bei dem Einstieg in eine weiterführende Schule zu helfen.

Die RYL!-Studenten organisieren sich dazu in lokalen Vereinen an mehreren Hochschulstandorten in Deutschland. Derzeit existieren bundesweit mehr als 25 Standorte, an denen sich etwa 600 Studierende ehrenamtlich engagieren, meist haben sie über Netzwerke an den Universitäten von diesem Programm erfahren. Durch Ansprache in den Schulen, werden Schüler, die Mentees, auf das Programm aufmerksam gemacht und zu einem Matching-Event eingeladen, wo sie sich schließlich mit einem Coach zusammen tun können, der zu ihnen passt. Wer RYL!-Schüler wird, verpflichtet sich dazu regelmäßig seinen Coach zu treffen. Und auch die Coaches legen sich verbindlich für die Dauer von zwei Jahren fest. Außerdem müssen sie eine Qualifizierung als Schüler-Coach ablegen, Evaluierungen über das Programm abgeben sowie an regelmäßigen Treffen für alle Coaches teilnehmen. Dieses Konzept ist so simpel und gut, dass Rock your life 2009 Sieger des Social Entrepreneurship-Wettbewerbs startsocial wurde.

Damit der Start ins Berufsleben für die Schüler auch wirklich klappt, sind besonders Kontakte zu kooperationsbereiten Unternehmen wichtig. Diese sind auch wichtige Finanzierungspartner für das Sozialunternehmen. Das wird bisher von jedem Coach selbständig und in Eigenregie gemacht. Der Nachteil dabei: die Zentrale in Friedrichshafen (die übrigens eine gGmbH ist) weiß meist nicht, welche Unternehmen bereits individuell angesprochen wurden. Und wenn der Coach irgendwann aufhört, sind eventuell auch wichtige Kontakte weg. Noch kritischer ist der potentielle Wissensverlust in Bezug auf die Mentorenpaare: welches Paar funktioniert gut, welches braucht zusätzliche Unterstützung, welche Maßnahmen greifen und welche nicht?

Um die Kommunikation und den Wissenstransfer innerhalb der Organisation zu stärken plant RYL! deshalb bis zum Start des Schuljahres 2013 die Einführung einer zentralen Online-Plattform, JUNity, über die alle Anfragen, Evaluierungen und Event-Planungen laufen sollen. Wenn das klappt, wäre der bisher vorhandene Mix an GoogleDocs, Facebook-Seiten und diversen Online-Plattformen, die die einzelnen Vereine verwenden, vorbei. Auch e-learning Module sollen auf der neuen Plattform integriert werden, ebenso wie die Möglichkeit der punktgenauen Evaluation. Jeder Verein soll sich demnach seine eigenen Performance-Statistiken auf Knopfdruck selbst zusammenstellen können. Und natürlich lernt auch die Dachorganisation so am Besten und erfährt, welche Aspekte im Coaching und Arbeitsablauf optimiert werden müssen.

Bisher ist die Finanzierung zwar nicht vollständig, aber die Hälfte der benötigten Fördergelder hat die britische Fidelity-Stiftung bereits zugesagt.

©Selina Pfrüner

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