Surfrider Foundation

Ein Surfernetzwerk für Umweltschutz. Über lokale, selbstorganisierte Gruppen mobilisieren sie für Aktionen und Kampagnen.

1984 von einer Handvoll Surfer gegründet, ist die Surfrider Foundation die Meeres- und Küstenschutz-Organisation mit dem größten Coolness-Faktor. Denn den Machern der Organisation geht es nicht nur um den Naturschutz, sondern auch um den Spaß als Surfer: "we don't want to put a velvet rope around a beach and tell people to keep off. (...) We're a user group". Das ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Organisationen.

Mitglieder der Surfrider Foundation (eine reguläre Mitgliedschaft kostet 25 US-Dollar im Jahr) werden daher nicht nur mit einem guten Gefühl belohnt, sondern auch mit Coolness. Sie profitieren zum Beispiel von Rabatten im T-Shirt Shop Swell und können dort gut designte Shirts und Pullis mit dem Logo der Surfrider Foundation kaufen. Hinzu kommen weitere Kooperationen mit Surfshops und -marken, die bei Aktionen Teile ihres Erlöses an die Surfer-Stiftung spenden.

Der Aktionsradius der Foundation erstreckt sich über regionale Müllsammel-Aktionen an öffentlichen Stränden, bis hin zur Online-Kampagne gegen Baumaßnamen in Küstennähe und nationalem Protest gegen Unterwasser-Sprengungen. All diese Aktionen werden mit verschiedenen Kampagnen-Tools sowie einer interaktiven Karte organisiert und gebündelt. Besonders gut gemacht ist das Meldeportal sick at the beach. Dort kann jeder Informationen darüber einsehen und einfügen, an welchen Stränden häufig Erkrankungen auftreten, was auf stark verschmutztes Wasser hinweist.

Die Kommunikationsstrategie der Organisation ist es, möglichst viele verschiedene Social Media Kanäle und Plattformen zu bespielen. Für kleinere Kampagnen verwendet die Foundation zum Beispiel die Plattform causes.com, wo Anliegen sehr schnell und öffentlichkeitswirksam unter die Leute gebracht werden können. Dort wurden fast 30.000 Aktionen umgesetzt. Zu den übrigen Tools gehört ein Instagram-Kanal, der aktuell mit einer originellen Weihnachtskampagne bespielt wird (siehe Bild). Auch ist die Organisation bei Pinterest sehr aktiv und zeigt dort einprägsame und gute Bilder. Natürlich gibt es einen Blog, obendrauf sogar noch regelmäßige Podcasts und ein alle zwei Monate erscheinendes Magazin (Making Waves).

Insgesamt setzt die Organisation ganz gezielt auf Jugendliche, die beispielsweise auch mit Bildungs- und Freiwilligenprogrammen wie der Blue Water Task Force und dem QUAD Programm angesprochen werden. Beide Programme haben ein eigenes, cooleres Branding. Dieses Coolness-Konzept und die breite Kommunikationsstrategie der Surfriders Foundation kommt gut an: Die Organisation hat mittlerweile über 50.000 Mitglieder und 90 sogenannte Chapters, also Zweigstellen, in 18 Ländern. Hinzu kommt eine sehr große Facebook-Community, mit über 190.000 Kontakten.

Übrigens: Auch das Thema Transparenz vernachlässigt die Surfriders Foundation nicht. Eine sehr anschauliche Infografik, schlüsselt genau auf wie viel Geld von jeder Spende ankommt und auch mit welchen Beträgen, was bewirkt werden kann – zum Beispiel können mit 20 US-Dollar Wassertests gemacht werden, die Auskunft über den Zustand eines Strandabschnitts geben.

http://www.surfrider.org/

http://www.surfrider.org/

http://www.surfrider.org/

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