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Tendai Project

Mit Daten die medizinische Grundversorgung im Süden Afrikas sichern.

In den südlichen Ländern in Afrika wie Zimbabwe, Sambia, Tansania oder Mosambik haben 150 Millionen Menschen kaum Zugang zu medizinischer Grundversorgung: Gesundheitsstationen sind häufig halbe Tagesmärsche entfernt, Busverbindungen gibt es selten und Taxis sind zu teuer. Aber selbst im Krankenhaus ist die medizinische Versorgung nicht gesichert, denn oft fehlt es schon an grundlegenden Medikamenten und Impfstoffen. Aus dieser Verzweiflung heraus, kaufen die Menschen ihre Tabletten und Tropfen auf der Straße, wo sich Herkunft und Qualität nur schwer bestimmen lassen.

Genau diese medizinische Misslage will das Tendai Projekt beheben. Dahinter steht die Entwicklungsgemeinschaft mehrerer südlicher Afrikastaaten (SADC) und ihr gemeinsames Programm zu Förderung der Gesundheitsvorsorge (SAPRAM).

Im Rahmen des Tendai-Projekts werden in acht Ländern auf lokaler Ebene Gesundheitsberater ausgebildet, die dann alle Informationen über die Verfügbarkeit und Marktpreise von Medikamenten sammeln. Mit einem Smartphone können sie nicht nur die aktuellen Bestandszahlen erfassen, sondern auch Interviews aufnehmen oder digitale Umfragen durchführen – das ergibt zusammen den status quo der Gesundheitsversorgung in einer Region. Die Gesundheitsberater senden die Daten wiederum an eine Leitstelle, die diese sammelt, analysiert und veröffentlicht. Seit 2011 fragt das Projekt monatlich die Daten ab und schon sehr früh wurden die konkreten Missstände bei der medizinischen Versorgung deutlich, beispielsweise die Schwankungen der Medikamentenpreise innerhalb der acht Staaten. Mit Hilfe der abgefragten Daten lassen sich Verbesserungsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Tendai stammt aus einem lokalen Dialekt in Zimbabwe und bedeutet Dankeschön.

SAPRAM

SAPRAM

Daten für alle

Daten werden nicht nur veröffentlicht, sondern auch aufbereitet, damit alle sie nutzen können.

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