UAViators

Dieses Netzwerk setzt sich dafür ein, dass Drohnen verantwortungsbewusst und für humanitäre Zwecke eingesetzt werden.

Der Taifun Haiyan hinterließ 2013 auf den Philippinen viel Zerstörung und Leid. Um eine Übersicht zu bekommen, machten einige Hilfsorganisationen Luftaufnahmen mit Drohnen. Anhand der Bilder konnten sie den Zerstörungsgrad der einzelnen Regionen besser einschätzen und ihre Einsätze entsprechend koordinieren.


Die Organisation und Plattform UAViators (UAV= unmanned aerial vehicle) möchte diese Einsätze in Zukunft besser abstimmen. Denn nach der Katastrophe auf den Philippinen wurde deutlich, dass es zu viele Akteure (Hilfsorganisationen, Staat, Drohnenhersteller) gibt, die sich nicht absprechen: So sammeln Drohnenhersteller zwar Unmengen an Bildmaterial – können damit aber nicht viel anfangen. Hilfsorganisationen wiederum verfügen nicht über das technische Know-How, die Drohnen einzusetzen. Außerdem werden die Daten nicht gemeinschaftlich gesammelt und aufbereitet (open source) und gehen im schlimmsten Fall sogar verloren.


Patrick Meier, Gründer der UAViators und der Initiative MicroMappers, plädiert daher für eine effektivere Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure. Ziel der UAViators ist es, im Fall einer Katastrophe die Daten zu bündeln und den Rettungskräften zur Verfügung zu stellen. Damit können auch Organisationen das Material nutzen, die sich den Einsatz von Drohnen nicht leisten können. Gleichzeitig setzt sich die Organisation für die Etablierung von Standards zum Einsatz von Drohnen für zivile Zwecke ein – jeder, der die Plattform nutzen will, muss diesen Standards zustimmen.


UAViators hat selbst Zugriff auf 300 Drohnenpiloten und kann durch Partnerschaften weitere 600 in 60 Ländern erreichen, um in Notsituationen Hilfe zu leisten.

Drohnen fürs Gute

Drohnen sind nicht mehr ausschließlich im militärischen Einsatz, sondern fliegen nun auch in sozialer Mission.

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