Winsun

Häuser aus dem 3D-Drucker könnten das Ende der Slums bedeuten.

Im Jahr 2050 werden laut einer neuen UN-Studie zwei von drei Menschen weltweit in Städten wohnen. Schon heute leben 863 Millionen Menschen in Slums, Tendenz entsprechend steigend. Ein Grund liegt in den hohen Baukosten, sodass sich die Menschen häufig mit billigen Materialien behelfen und sich so dauerhaft einem hohen Sicherheitsrisiko aussetzen, von mangelnder sanitärer Versorgung ganz zu schweigen.

Das chinesische Unternehmen Winsun hat mit dem Haus aus dem 3D-Drucker eine vielversprechende Lösung gefunden. Im Vergleich lassen sich so 60 Prozent der Materialkosten und ganze 80 Prozent der Arbeitskosten sparen. Hausteile aus Zement und Glasfaser werden aus Bauschutt und Industrieabfälle recycelt. Mit riesigen Extrusions-3D-Druckern werden die Hausteile wie üblich Schicht für Schicht gedruckt und im Handumdrehen aufgebaut. Kostenpunkt für ein 10 x 150 x 6 Meter-Gebäude: 3.500 Euro.

Die ägyptische Regierung hat sich die Dienste von Winsun nun gesichert und lässt 20.000 Häuser produzieren, die die Wohnungsknappheit in den urbanen Ballungsräumen mindern sollen. Auch nach Naturkatastrophen, in Folge dessen viele Obdachlose in kurzer Zeit ein neues und erschwingliches Dach über den Kopf benötigen, wäre ein sehr sinnvoller Anwendungsfall. Für Winsun nicht genug, haben sie zuletzt bewiesen, dass sie auch mehrstöckige Gebäude oder gar Stadtvillen drucken können.

Hilfe aus dem 3D-Drucker

Ein Haus, ein Herz, eine Mahlzeit: für viele unbezahlbar – oder aus dem 3D-Drucker.

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