3D PhotoWorks

Ein New Yorker Unternehmen will große Kunstwerke für blinde Menschen "begreifbar" machen - mittels 3D-Druck.

Da Vincis "Mona Lisa" oder Van Goghs "Dr. Garchet" sind nur zwei Meisterwerke, die 3D PhotoWorks mittels fühlbarem 3D-Druck für blinde Menschen erfahrbar machen möchte. Das Ziel des Unternehmens ist nicht weniger als "die weltgrößten Kunstwerke und Fotografien für blinde Menschen in jedem Museum, jedem Wissenschaftszentrum und jeder kulturellen Institution erfahrbar zu machen", so Mitgründer John Olson.

Entwickelt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen National Federation of the Blind. Seit nun sieben Jahren arbeitet 3D PhotoWorks an dem Verfahren, das durch Länge, Breite, Tiefe und Textur einen genauen Eindruck vom Kunstwerk vermitteln soll. Mit Erfolg:  Das menschliche Gehirn ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dazu in der Lage, mit den Fingerspitzen ertastete Informationen ebenso zu verarbeiten wie Visualisierungen. Das heißt, dass blinde Menschen ebenso wie Menschen ohne Sehbehinderung mentale Bilder im Gehirn erstellen können, indem sie ihre Finger über ein fühlbares 3D-Kunstwerk gleiten lassen. Sie "sehen" (nach eigener Aussage) die Kunstwerke so zum ersten Mal in ihrem Leben.

Unterstützt wird die Kunsterfahrung durch Sensoren, die an markanten Stellen des Kunstwerks  eingearbeitet sind. Werden sie berührt, aktivieren sie einen Audio Guide, der zusätzliche Informationen preisgibt.

In einer Kickstarter-Kampagne konnte 3D PhotoWorks im Dezember 2015 knapp 105.000 Dollar einsammeln. Ziel waren jedoch eine halbe Million Dollar für das ehrgeizige Projekt.

3dphotoworks.com

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Einen ähnlichen Ansatz verfolgt aktuell auch das Unseen Art Project.

Hilfe aus dem 3D-Drucker

Ein Haus, ein Herz, eine Mahlzeit: für viele unbezahlbar – oder aus dem 3D-Drucker.

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