Tactile Picture Books Project

3D-Drucker erwecken Bilderbücher für Kinder mit Sehbehinderung zum Leben.

Kinder lieben Geschichten. Die Kleinen beginnen frühzeitig, sich die Welt mittels Bilderbücher zu erschließen. Geschichten, wie "Alice im Wunderland" und "Goognight Moon", sind große Entdeckungsreisen, die Kinder mit Sehbehinderung bisher nicht antreten konnten.

Seit der Erfindung der Braille-Schrift vor fast 200 Jahren hat sich viel getan. Heute ist dank 3D-Druckern die Übersetzung - nicht nur von Schrift, sondern auch von Bildern - in den dreidimensionalen Raum zum Greifen nahe. Daran arbeitet das Team um Tom Yeh an der University of Colorado Boulder in dem "Tactile Picture Books Project". Sie möchten die Geschichten zu einem fühlbaren Erlebnis machen: mit Bildern, die in die Sätze der Geschichte eingelassen sind. Dadurch können auch Kinder, die noch nicht Braille lesen können, der Geschichte folgen und ihre Lesekompetenz ausbauen.

Zwar gibt es aktuell auch eine Handvoll taktiler Bilderbücher auf dem Markt, doch sind diese allesamt handgemacht (und das ist aufwändig, wie diese Anleitung zeigt), was zu einer geringen Verfügbarkeit und extrem hohen Preisen führt, verglichen mit traditionellen Bilderbüchern. Die Vision vom "Tactile Picture Books Project" ist eine Software für den 3D-Drucker, die es Eltern erlaubt, Bilder aus jedem normalen Buch zu nehmen und sie auf Knopfdruck in eine taktile Version zu überetzen und auszudrucken. Aber auch Schrift soll sich mittels einer automatischen Textverarbeitung in Bilder umwandeln lassen. Werden bestimmte Wörter in einer Geschichte erkannt, durchsucht ein Algorithmus alle verfügbaren dreidimensionalen Abbildungen in einer Datenbank und druckt sie an dessen Stelle.

Die Software wollen sie in den nächsten fünf Jahren entwickeln und sie gehen davon aus, dass sich 3D-Drucker bis dahin flächendeckend in den Haushalten etabliert haben. Dann steht auch Kindern mit Sehbehinderungen die Welt offen.

Tactilepicturebooks.org

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Hilfe aus dem 3D-Drucker

Ein Haus, ein Herz, eine Mahlzeit: für viele unbezahlbar – oder aus dem 3D-Drucker.

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